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Free Web Kids ♲
Fabian Dost♲
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Warum Schulen ausschließlich Freie Software nutzen solltenCC-BY-ND 2003, 2009 Richard StallmannEs gibt allgemeine Gründe, warum alle Rechnernutzer auf Freie Software bestehen sollten: Sie gibt Nutzern die Freiheit, ihre eigenen Rechner zu kontrollieren ‑ mit proprietärer Software wird der Rechner machen, was der Softwareeigentümer wünscht, nicht, was der Nutzer wünscht. Freie Software gibt Nutzern die Freiheit zusammenzuarbeiten, um ein aufrechtes Leben zu führen. Diese Gründe gelten für Schulen, wie für jedermann. Der Zweck dieses Artikels ist es, weitere Gründe anzugeben, die ausdrücklich für Bildung gelten.
Bildungsaktivitäten (einschließlich der von Schulen) haben eine
Pflicht, nur Freie Software zu lehren. Hier die Gründe.
Erstens können Schulen mit Freie Software Geld einsparen. Freie Software gibt Schulen, wie anderen Nutzern, die Freiheit, Software zu kopieren und zu verbreiten, um für alle vorhandenen Rechner Kopien machen zu können. In ärmeren Ländern kann dies helfen, die digitale Kluft zu schließen.
Dieser offensichtliche Grund, wenn auch in der Praxis wichtig, ist eher oberflächlich. Und Entwickler proprietärer Software können diesen Grund mit an Schulen gespendeten Kopien beseitigen (Achtung: Eine Schule, die ein solches Angebot akzeptiert, muss möglicherweise für zukünftige Upgrades bezahlen!). Also schauen wir uns die essentielleren Gründe an.
Schulen haben eine soziale Aufgabe: SchülerInnen zu unterrichten, Bürger einer starken, fähigen, unabhängigen, zusammenarbeitenden und freien Gesellschaft zu sein. Sie sollten die Nutzung von Freie Software fördern, genauso wie das Recycling. Wenn Schulen mit freier Software lehren, dann werden SchülerInnen dazu neigen, Freie Software auch nach ihrem Schulabschluss zu nutzen. Dies hilft der Gesellschaft zu entkommen, als Ganzes durch Megakonzerne beherrscht (und ausgestochen) zu werden.
Was Schulen sich weigern sollten zu tun ist Abhängigkeit zu lehren. Jene Unternehmen bieten aus demselben Grund Schulen kostenlose Werbemuster an, warum Tabakunternehmen kostenlos Zigaretten an Minderjährige verteilen: Um Kinder daran zu gewöhnen und abhängig zu machen.
[1] Diesen Schülerinnen und Schülern werden, sobald sie erwachsener sind und ihren Schulabschluss gemacht haben, keine Rabatte mehr gegeben.
Freie Software erlaubt die Funktionsweise von Software zu erlernen. Einige SchülerInnen wollen im Teenageralter alles über ihren Rechner und der enthaltenen Software erfahren. Sie sind sehr neugierig auf den Quellcode der Programme, die sie jeden Tag nutzen. Um zu lernen einen guten Code zu schreiben, müssen viel Code gelesen und geschrieben werden. Sie müssen echte Programme lesen und verstehen, die tatsächlich genutzt werden, Nur Freie Software ermöglicht dies.
Proprietäre Software weist ihren Wissensdurst zurück: Sie sagt: „Das Wissen, das Sie wollen, ist ein Geheimnis ‑ Lernen ist verboten!“. Freie Software ermutigt jeden zu lernen. Die Freie-Software-Gemeinschaft weist dieses „Priestertum der Technologie“ zurück, die die Öffentlichkeit über die Funktionsweisen der Technologie in Unkenntnis hält; wir ermutigen alle SchülerInnen jeden Alters und Situation den Quellcode zu lesen und so viel wie sie wissen wollen zu lernen. Schulen, die Freie Software nutzen, ermöglichen begabten SchülerInnen Fortschritte in der Programmierung zu machen.
Der tiefgründigste Einsatz für die Nutzung von freier Software in Schulen ist die moralische Erziehung. Wir erwarten von Schulen, den Schülerinnen und Schülern grundlegende Fakten und nützliche Fähigkeiten beizubringen, aber das ist nicht deren einzige Aufgabe. Die wichtigste Aufgabe einer Schule ist, gute Staatsbürgerschaft zu lehren, die die Gewohnheit umfasst, anderen zu helfen. Im Bereich der Informatik bedeutet dies, beizubringen, Software auszutauschen. Schulen, beginnend ab der Vorschule, sollten ihren SchülerInnen sagen: „Wenn ihr Software in die Schule mitbringt, müsst ihr diese mit anderen SchülerInnen teilen. Und ihr müsst den Quellcode der Klasse erklären, wenn jemand davon lernen möchte."
Natürlich muss die Schule das dann auch praktizieren: Die gesamte in der Schule installierte Software sollte den SchülerInnen zum Kopieren zur Verfügung stehen, mit nach Hause genommen und weiterverbreitet werden können.
Den SchülerInnen zu lehren Freie Software zu nutzen und an der Freie-Software-Gemeinschaft teilzuhaben, ist eine praktische Sozialkundestunde. Darüber hinaus vermittelt es damit eine Vorbildfunktion gemeinnützigen Arbeitens anstatt das von Industriemagnaten. Alle Schultypen sollten Freie Software nutzen.
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